Jugendliche mit festsitzender Zahnspange im Behandlungsraum der Kieferorthopädie Krumme Lanke in Berlin-Zehlendorf
ZahnspangenKinder & Jugendliche

Festsitzende Zahnspange
in Berlin-Zehlendorf

Die bewährte Methode, wenn Zähne genau und in mehreren Richtungen bewegt werden müssen.

Wenn beim Zahnarzt das Wort feste Zahnspange fällt, denken die meisten Eltern zuerst an das Bild aus ihrer eigenen Schulzeit. Metall, Draht, zwei Jahre. Daran hat sich technisch mehr geändert als am Ruf der Sache. Was gleich geblieben ist: keine andere Apparatur bewegt Zähne so genau.

Ihre Vorteile auf einen Blick

Arbeitet ohne Zutun

Die Spange sitzt fest, es gibt keine Tragezeit, an die man denken muss.

Genau in allen Richtungen

Drehen, kippen, heben, senken: das lässt sich mit Brackets am präzisesten steuern.

Auch bei komplexen Befunden

Wo Schienen an ihre Grenze kommen, bleibt die feste Spange einsetzbar.

Dezente Variante möglich

Auf Wunsch mit zahnfarbenen Brackets, die im Gesicht deutlich weniger auffallen.

Was eine festsitzende Zahnspange ausmacht

Eine festsitzende Zahnspange ist eine Apparatur, die für die Dauer der Behandlung auf den Zähnen bleibt. Auf jeden Zahn wird ein kleines Plättchen geklebt (= Bracket), durch diese Plättchen läuft ein dünner Bogen. Der Bogen will in seine ursprüngliche Form zurück und nimmt die Zähne dabei mit.

Diese Kraft ist leicht und wirkt dauerhaft. Genau darauf reagiert der Knochen: er baut sich an der einen Seite des Zahns ab und an der anderen wieder auf. Deshalb geht Zahnbewegung nicht schnell, sondern langsam, und deshalb ist ein starker Ruck an einem Zahn nicht wirksamer, sondern schädlich. Es ist eher ein Umziehen als ein Umbau.

Wir arbeiten mit selbstligierenden Brackets, bei denen der Bogen von einem kleinen Clip im Bracket gehalten wird, nicht von zusätzlichen Gummis. Das reduziert die Reibung im System und macht die Kontrolltermine kürzer. Ein Behandlungsschwerpunkt von Dr. Wassenberg, was schlicht bedeutet: das ist die Technik, mit der hier täglich gearbeitet wird.

Die ersten Tage sind die unangenehmsten. Danach spricht kaum noch jemand darüber.

In fünf Schritten

Ablauf der Behandlung mit fester Zahnspange

  1. 01
    Untersuchung und Diagnostik

    Wir sehen uns Zähne, Kiefer und Biss an, dazu kommen Röntgenbilder und ein digitaler Scan. Erst danach steht fest, ob und wann eine feste Spange sinnvoll ist.

  2. 02
    Behandlungsplan und Kostenplan

    Sie erfahren, welche Zähne bewegt werden, in welcher Reihenfolge und mit welchem Ziel. Parallel entsteht der Heil- und Kostenplan für Ihre Kasse.

  3. 03
    Einsetzen der Spange

    Die Brackets werden aufgeklebt, der Bogen eingesetzt. Das dauert eine gute Stunde und tut nicht weh, es ist vor allem ungewohnt. Danach bekommen Sie Schutzwachs mit, für die Stellen, an denen die Wange sich erst an das Bracket gewöhnen muss.

  4. 04
    Kontrollen etwa alle fünf bis acht Wochen

    Bei jedem Termin wird der Bogen angepasst oder gewechselt. Dabei sehen wir auch, wie die Mundhygiene läuft, denn an dieser Stelle entscheidet sich mehr, als vielen bewusst ist.

  5. 05
    Abnehmen und Retention

    Die Spange wird gelöst, die Zähne poliert. Direkt danach beginnt die Retentionsphase, meist mit einem feinen Draht hinter den Frontzähnen. Ohne diesen Schritt wandern die Zähne zurück.

Wie lange dauert die Behandlung?

Bei den meisten liegt die Tragezeit zwischen anderthalb und zweieinhalb Jahren, in einfachen Fällen deutlich kürzer. Das dauert. Diesen Satz ersparen wir Ihnen nicht, weil eine zu optimistische Zahl am Anfang später zu Enttäuschung führt.

Die Zeit hängt am Befund, am Alter und daran, wie der Kiefer auf die Bewegung reagiert. Jeder Kiefer ist darin anders, und was wir vor der ersten Untersuchung sagen könnten, wäre geraten.

Was hilft, ist der feste Rhythmus. Alle paar Wochen ein Termin, jedes Mal ein sichtbarer Zwischenschritt. Bei einer Behandlung über Jahre zählt außerdem, dass die Gesichter dieselben bleiben. Unsere Rezeption ist seit 1993 hier, die Fachzahntechnik seit 2006. Wer nach zwei Jahren zur Nachkontrolle kommt, muss nichts neu erklären.

Für wen eine feste Zahnspange sinnvoll ist

Sie kommt vor allem in Frage bei:

  • Engstand, bei dem Zähne gedreht oder aufgereiht werden müssen
  • ausgeprägtem Über- oder Unterbiss in Kombination mit anderen Maßnahmen
  • Zähnen, die im Kiefer verlagert sind und eingeordnet werden müssen
  • Lücken nach fehlenden Zähnen, die für späteren Zahnersatz vorbereitet werden
  • Erwachsenen mit Befunden, für die Schienen nicht ausreichen

Für Kinder im Wachstum ist der Zeitpunkt entscheidend. Solange Milchzähne im Spiel sind, arbeitet man meist mit einer herausnehmbaren Zahnspange oder einem Bionator und lenkt das Wachstum, bevor die feste Spange die Feinarbeit übernimmt. Ob das bei Ihrem Kind zutrifft, sehen wir erst, wenn wir uns den Kiefer angeschaut haben.

Erwachsene, denen die Sichtbarkeit im Beruf wichtig ist, fragen meist nach Alternativen. Zwei gibt es: zahnfarbene Brackets, also dieselbe Technik in dezenter Optik, und für geeignete Befunde die unsichtbare Zahnspange mit Alignern.

Was kostet eine feste Zahnspange?

Bei Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren richtet sich die Erstattung nach den kieferorthopädischen Indikationsgruppen, kurz KIG. Die Einstufung reicht von Grad 1 bis 5 und beschreibt, wie stark eine Fehlstellung ausgeprägt ist. Ab Grad 3 übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Behandlung im Rahmen des Regelfalls, bei Grad 1 und 2 nicht (Quelle: G-BA). Die Einstufung nehmen wir bei der Untersuchung vor, sie ist keine Verhandlungssache, sondern folgt festen Kriterien.

Zusätzlich gibt es Leistungen, die über den Regelfall hinausgehen und die Sie selbst tragen. Zahnfarbene Brackets sind ein typisches Beispiel. Bei Erwachsenen ist die Behandlung grundsätzlich Eigenleistung, mit engen Ausnahmen bei schweren Fehlstellungen (Quelle: SGB V).

Alles, was Ihren Fall betrifft, steht im Heil- und Kostenplan. Wir gehen ihn vor Behandlungsbeginn gemeinsam durch, Position für Position. Wenn dabei etwas unklar bleibt, ist das kein gutes Zeichen für den Plan, sondern für die Erklärung, und dann erklären wir es nochmal anders.

Der richtige Zeitpunkt ist wichtiger als ein früher Start. Wir beginnen mit der festen Spange erst, wenn der Zahnwechsel und das Wachstum es sinnvoll machen – manchmal heißt das Ergebnis einer Untersuchung auch: wir warten noch.
Dr. Felicia Wassenberg MSc.Dr. Felicia Wassenberg MSc.Zahnärztin, Master of Science Kieferorthopädie. Seit 2017 rein kieferorthopädisch tätig, Schwerpunkt schonende Behandlung mit selbstligierenden Brackets.

Häufig gestellte Fragen

Tut das Einsetzen der Zahnspange weh?+

Das Aufkleben der Brackets selbst nicht. Am zweiten und dritten Tag spannen die Zähne beim Zubeißen, weiche Kost hilft dann mehr als jedes Mittel. Die Wangeninnenseite braucht rund eine Woche, bis sie sich an die Brackets gewöhnt hat, dafür ist das Schutzwachs gedacht.

Was darf man mit fester Zahnspange nicht essen?+

Harte und klebende Sachen sind das Problem: Nüsse, Karotten im Ganzen, Baguettekruste, Kaugummi, Karamell. Nicht weil es verboten wäre, sondern weil dabei Brackets abgehen und ein Extratermin fällig wird. Äpfel und Karotten klein geschnitten, dann passt es.

Wie oft muss man zur Kontrolle?+

Meist alle fünf bis acht Wochen. Die Termine sind kurz, und wir legen sie so, dass sie in den Schulalltag passen.

Kann man mit fester Zahnspange Sport machen?+

Ja. Bei Ball- und Kampfsport empfehlen wir einen individuell angefertigten Sportmundschutz, der über die Brackets passt. Ein Standardmundschutz aus dem Sportgeschäft tut das nicht.

Bleiben nach der Zahnspange weiße Flecken auf den Zähnen?+

Sie können entstehen, wenn Plaque über Monate an den Brackets liegen bleibt, und sie verschwinden nicht von allein. Deshalb ist Prophylaxe während der Behandlung kein Zusatzangebot, sondern Teil der Sache. Wer regelmäßig kommt und ordentlich putzt, hat dieses Problem in der Regel nicht.

Ist eine feste Zahnspange auch für Erwachsene möglich?+

Ja, und es sind mehr, als man denkt. Zähne lassen sich auch mit fünfzig bewegen, der Knochenumbau läuft nur langsamer. Bei Zahnfleischerkrankungen muss vorher der Zahnhalteapparat stabil sein.

Was passiert, wenn ein Bracket abgeht?+

Rufen Sie uns an, wir schauen zeitnah drauf. Ein loses Bracket ist kein Notfall, sollte aber nicht wochenlang so bleiben, weil dieser Zahn dann nicht mitarbeitet.

So finden Sie zu uns

Sie finden die Praxis an der Argentinischen Allee in Berlin-Zehlendorf. Zu uns kommen Familien aus Zehlendorf, Dahlem, Schlachtensee, Nikolassee, Wannsee, Steglitz, Kleinmachnow und Teltow.

Praxis

Kieferorthopädie Krumme Lanke
Argentinische Allee 157
14169 Berlin

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Do10–12, 13:30–18:30
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Ob und wann eine feste Spange bei Ihnen oder Ihrem Kind sinnvoll ist, lässt sich in einem Termin klären. Sie gehen danach mit einer Einschätzung nach Hause, nicht mit einer Entscheidung, die schon gefallen ist.