Kind hält eine herausnehmbare Zahnspange in der Kieferorthopädie Krumme Lanke in Berlin-Zehlendorf
ZahnspangenKinder & Jugendliche

Herausnehmbare Zahnspange
in Berlin-Zehlendorf

Sanfte Regulierung im Wachstum, für Kinder oft der erste Schritt einer Behandlung.

Der Zahnarzt hat eine Überweisung mitgegeben, und zu Hause steht die Frage: muss das jetzt schon sein? Bei einer losen Spange, wie sie im Alltag meist genannt wird, geht es fast immer um Zeit. Nicht um verlorene Zeit, sondern um ein Fenster, das offen ist, solange der Kiefer noch wächst.

Ihre Vorteile auf einen Blick

Zum Essen und Putzen heraus

Die Zahnpflege bleibt so einfach wie vorher, es gibt keine Drähte im Weg.

Nutzt das Wachstum

Im Wachstumsalter lässt sich mit leichten Kräften viel erreichen.

Ohne Abdruckmasse angefertigt

Wir scannen den Kiefer digital, der Würgereflex beim Abdruck entfällt.

Bunt, wenn das Kind das möchte

Farbe und Motiv der Platte darf sich Ihr Kind aussuchen, das hilft beim Tragen mehr als jede Ermahnung.

Was eine herausnehmbare Zahnspange ausmacht

Eine herausnehmbare Zahnspange ist eine Kunststoffplatte mit eingearbeiteten Drahtelementen, die Ihr Kind selbst einsetzen und wieder herausnehmen kann. Die Platte liegt am Gaumen oder im Unterkiefer, kleine Klammern halten sie an den Backenzähnen, und über eine Schraube in der Mitte lässt sie sich schrittweise weiten.

Sie arbeitet anders als eine feste Spange. Wo Brackets einzelne Zähne genau steuern, gibt die Platte dem Kiefer eine Richtung. Etwa wie ein Stützpfahl an einem jungen Baum: er zwingt nichts, er hält die Richtung, während gewachsen wird.

Deshalb ist die lose Spange kein schwächerer Ersatz für die feste, sondern ein Gerät für eine andere Aufgabe. Häufig folgt nach der Platte später eine festsitzende Zahnspange, die die Feinarbeit an den einzelnen Zähnen übernimmt. Wer das von Anfang an weiß, ist später nicht enttäuscht.

Und die eine Sache, die wirklich zählt: die Platte arbeitet nur, solange sie im Mund ist. Dazu unten mehr.

In fünf Schritten

Ablauf der Behandlung mit loser Zahnspange

  1. 01
    Erste Untersuchung

    Wir sehen uns Zahnwechsel, Kieferstellung und Biss an. Oft gehört ein Röntgenbild dazu, um zu sehen, welche Zähne noch unterwegs sind.

  2. 02
    Einschätzung und Zeitpunkt

    Manchmal lautet das Ergebnis: jetzt noch nicht, wir schauen in einem halben Jahr wieder. Das ist ein legitimes Ergebnis und keine verpasste Chance.

  3. 03
    Digitaler Scan und Anfertigung

    Der Kiefer wird gescannt, unsere kieferorthopädische Fachzahntechnik fertigt die Platte an. Ihr Kind wählt Farbe und Motiv.

  4. 04
    Einsetzen und Tragezeit

    Wir passen die Platte an und üben das Einsetzen gemeinsam, bis es sicher klappt. Sie bekommen einen konkreten Tragezeitplan mit, keine ungefähre Empfehlung.

  5. 05
    Kontrollen und Anpassung

    Alle sechs bis acht Wochen wird die Platte nachgestellt und geprüft, ob sie noch passt. Bei jedem Termin sehen wir, wie viel getragen wurde. Das merkt man, ohne dass jemand danach fragen muss.

Ab wann ist eine lose Zahnspange sinnvoll?

Der übliche Zeitraum liegt zwischen dem achten und dem elften Lebensjahr, weil dann Bleibezähne durchbrechen und der Kiefer noch wächst. Bei einigen Befunden wird früher behandelt, etwa bei einem Kreuzbiss, der die Kieferentwicklung beeinflusst.

Ein früherer Start ist nicht automatisch besser. Eine Behandlung, die drei Jahre zu früh beginnt, kostet Motivation, die später fehlt. Deshalb schauen wir uns Kinder auch gern an, ohne gleich etwas anzufangen. Ob bei Ihrem Kind der Zeitpunkt jetzt ist, lässt sich erst nach Untersuchung und Röntgenbild beurteilen.

Für wen eine herausnehmbare Zahnspange passt

Typische Befunde sind:

  • ein zu schmaler Oberkiefer, der geweitet werden soll
  • Kreuzbiss, bei dem die Zahnreihen falsch zueinander stehen
  • Platzhalten für Zähne, die noch durchbrechen
  • leichter Engstand im Wechselgebiss
  • Vorbereitung, bevor später eine feste Spange folgt

Wenn es weniger um die Zähne selbst geht als um Muskulatur, Zunge und Atmung, sind andere Geräte im Spiel: der Bionator für die Wachstumslenkung von Ober- und Unterkiefer, oder die myofunktionelle Therapie, wenn die Zunge beim Schlucken gegen die Zähne drückt. Diese beiden Wege lassen sich mit einer Platte kombinieren.

Wenn das Kind die Spange nicht trägt

Das ist der Punkt, an dem die meisten Behandlungen ins Stocken kommen, und er hat selten mit Trotz zu tun. Die Platte fühlt sich am Anfang groß an, das Sprechen klingt anders, und in der Schule will niemand auffallen.

Ein Kind, das die Spange nicht trägt, ist kein unwilliges Kind. Es ist ein Kind, dem etwas schwerfällt.

Was in unserer Sprechstunde funktioniert: eine feste Tragezeit, die im Tagesablauf verankert ist, statt einer Stundenzahl, die niemand mitzählt. Die Platte kommt nach dem Abendessen rein und bleibt bis zum Frühstück. Wenn das nicht klappt, sagen Sie uns Bescheid, dann suchen wir eine Lösung, die zum Alltag Ihres Kindes passt. Als Eltern müssen Sie nicht die Kontrolleursrolle übernehmen; dafür sind die Kontrolltermine da.

Was kostet eine herausnehmbare Zahnspange?

Bei Kindern und Jugendlichen entscheidet die KIG-Einstufung über die Erstattung. Sie beschreibt in fünf Graden, wie stark eine Fehlstellung ausgeprägt ist. Ab Grad 3 übernimmt die gesetzliche Krankenversicherung die Behandlung im Regelfall, bei Grad 1 und 2 nicht (Quelle: G-BA). Diese Einstufung nehmen wir bei der Untersuchung anhand fester Kriterien vor.

Die Platte selbst gehört meist zum Regelfall. Zusatzleistungen darüber hinaus stehen gesondert im Heil- und Kostenplan, den Sie vor Behandlungsbeginn erhalten und den wir mit Ihnen durchgehen. Wenn Ihr Kind die Platte verliert, was vorkommt, sprechen Sie uns direkt an; die Regeln für Ersatz sind bei den Kassen unterschiedlich, und wir sagen Ihnen, was in Ihrem Fall gilt.

Eltern müssen zu Hause keine Kontrolleure sein – das ist unsere Aufgabe bei den Terminen. Was hilft, ist eine feste Routine: die Spange kommt nach dem Abendessen rein, und wenn es hakt, suchen wir gemeinsam eine Lösung.
Dina Hadzic MSc.Dina Hadzic MSc.Zahnärztin, Master of Science Kieferorthopädie. Seit 2017 rein kieferorthopädisch tätig, Schwerpunkte Funktionsdiagnostik und Funktionstherapie.

Häufig gestellte Fragen

Wie lange muss die lose Zahnspange am Tag getragen werden?+

Das steht im Tragezeitplan und hängt vom Befund ab. Häufig sind es die Nacht und einige Stunden am Abend, in manchen Fällen mehr. Wichtiger als die genaue Stundenzahl ist, dass die Zeit jeden Tag ähnlich liegt.

Tut eine herausnehmbare Zahnspange weh?+

Nach dem Nachstellen spannt es ein bis zwei Tage, das gehört zur Wirkung. Wenn die Platte an einer Stelle drückt oder scheuert, kommen Sie vorbei, dann schleifen wir sie nach. Damit muss kein Kind sich abfinden.

Wie wird die Spange gereinigt?+

Morgens mit Zahnbürste und kaltem Wasser, ohne Zahnpasta, weil die Kratzer hinterlässt. Reinigungstabletten einmal pro Woche reichen. Kein heißes Wasser: der Kunststoff verzieht sich.

Wohin mit der Spange beim Essen?+

In die Box, nie in ein Taschentuch. Servietten landen im Müll, und die Spange dann auch. Das ist der häufigste Verlustweg.

Reicht eine lose Zahnspange oder braucht mein Kind später eine feste?+

Bei vielen Kindern folgt später eine feste Spange, weil sie einzelne Zähne genauer stellt. Ob das bei Ihrem Kind nötig wird, zeigt sich im Verlauf und lässt sich am Anfang nicht sicher sagen.

Kann mein Kind mit der Spange sprechen und singen?+

Die ersten Tage klingt es ungewohnt, danach gewöhnt sich die Zunge daran. Für Blasinstrumente und Chor sprechen wir die Tragezeiten so ab, dass Proben nicht darunter leiden.

Was ist der Unterschied zur festen Zahnspange?+

Die Platte lenkt Wachstum und weitet den Kiefer, die feste Spange stellt einzelne Zähne. Beide werden oft nacheinander eingesetzt, nicht gegeneinander.

So finden Sie zu uns

Die Praxis liegt an der Argentinischen Allee in Berlin-Zehlendorf, gut erreichbar für Familien aus Zehlendorf, Dahlem, Schlachtensee, Nikolassee, Wannsee, Steglitz, Kleinmachnow und Teltow.

Praxis

Kieferorthopädie Krumme Lanke
Argentinische Allee 157
14169 Berlin

+49 30 813 55 64Anfahrt planen →
Sprechzeiten
Mo10–12, 13:30–18:30
Di10–14, 15–18:30
Mi10–14, 15–18:30
Do10–12, 13:30–18:30
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Eine erste Untersuchung schafft Klarheit, auch wenn danach zunächst nichts passiert. Viele Eltern gehen mit dem Ergebnis nach Hause, dass man in einem halben Jahr nochmal schaut, und sind damit erleichtert.